Es gibt Geschichten, die sich von selbst schreiben; Geschichten, die keiner pompösen Einleitung oder effektvollen Sätze bedürfen. Comaroto ist eine dieser Geschichten. Eine Geschichte, die die vergangene Zeit – ihr langsames, unaufhaltsames und erinnerungswürdiges Vergehen – wertschätzt, um jede Nische, jede Lehre zu würdigen und sie heute in einen Wein zu verwandeln, der die Essenz einer authentischen Vergangenheit in sich trägt. Gesucht wurde ein Name, der an die Großeltern, die Vorfahren erinnert und gleichzeitig ihre Mühen und ihr Leben widerspiegelt: Zeiten, in denen man mit den Händen arbeitete, mit gesenktem Kopf, ohne Abkürzungen. Einfache, absolute Werte, Ehrlichkeit und Arbeit. Werte, die heute oft im Widerspruch zur Gegenwart zu stehen scheinen.
Aus dieser Suche entstand Comaroto, ein Name, der seine Wurzeln im Spitznamen von Großvater Ernesto Dal Forno hat, dem Sohn von Erminia Danzi, einer Hebamme aus dem Val d'Illasi zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Begriff „Comare“ im lokalen Dialekt wurde zu „Comaroto“: ein Spitzname, der in der Familie weitergegeben wurde und heute ein Symbol für Anerkennung, Erinnerung und Wurzeln ist. Winemaker, Cellarmaster, Önologe – moderne und oft hochtrabende Begriffe, die die Sprache des edlen Weins dominieren. Aber Comaroto wurde genau dafür geboren, um an das zu erinnern, was davor kommt: das Land, der Weinberg, die körperliche Arbeit, die tägliche Pflege der Erde. Heute wird der manuelle Teil leider oft delegiert, als zweitrangig angesehen, dabei entsteht gerade dort die wahre Poesie des Weines.

Comaroto entscheidet sich, einen Schritt zurückzutreten, um sich von jedem Kontext abzuheben: Es schätzt den primären Teil des Prozesses, in dem das Rohmaterial zur Geschichte wird. Die Amarone und Valpolicella Comaroto sind das Ergebnis dieser Philosophie. Weine, die die Arbeitsmoral, die Authentizität der Ursprünge und den Respekt vor der Zeit in sich tragen. Jede Traube wird ausgewählt, jeder Schritt streng kontrolliert. Nicht um einem Stil nachzueifern, sondern um die Wahrheit des Ortes und der Geschichte, aus der er stammt, wiederzugeben. Und wenn es ein Gepäck gibt, das mehr wert ist als jedes andere, dann ist es das, was man neben Romano Dal Forno gelernt hat. Die Methode, die Präzision, die Beständigkeit, das Bewusstsein, dass das Rohmaterial alles ist: Lehren, die zu einem konkreten Erbe geworden sind. Heute haben Michele und Luca, Romanos Söhne, mit ihrer Firma Dal Forno Bros. dieses menschliche und technische Erbe in ein neues, stark identitätsstiftendes Projekt verwandelt.
Comaroto ist ihre Hommage an die Familie, an das Tal und an die Ursprungsgeste. Es ist der Treffpunkt zwischen Erinnerung und Zukunft, zwischen bäuerlicher Kultur und önologischer Meisterschaft.
Als Erwachsene erinnern wir uns an nicht alltägliche Anekdoten: die Abende mit der Familie im Bauernhaus, der Feierabend, der mit Helfen, Flaschenverkorken, Kartonschachteln bestücken, manuelles Etikettieren verbracht wurde. Erlebnisse, die heute als Fragmente einer emotionalen und sensorischen Erziehung wiederbelebt werden. Da war der Ofen an, der Duft des Weins, die Schule am nächsten Morgen. Und doch empfand es niemand als Mühe. Es war Spiel, es war Zugehörigkeit, es war der unbewusste Beginn eines Berufs.

Diese Art, die Arbeit zu leben – geprägt von Respekt, Neugier und natürlicher Disziplin – ist zur Matrix der Dal Forno-Methode geworden, die heute in Comaroto weiterlebt. Comaroto ist nicht nur eine einfache Marke, sondern eine Geschichte: die Brücke zwischen Kindheit und Reife, zwischen Handarbeit und Wissen, zwischen Erinnerung und Vision. Unter der Führung von Dal Forno Bros. repräsentiert das Projekt die natürliche Entwicklung einer Familientradition, die das Val d'Illasi zu einem internationalen Symbol für Qualität und Authentizität gemacht hat. Ein Name, der aus den Wurzeln heraus entsteht, um nach vorne zu blicken, mit derselben Ernsthaftigkeit und demselben Respekt, die jene immer geleitet haben, die in diesem Tal gelernt haben, Wein mit Händen und Herz zu machen.